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Dieses Dokument ist Teil eines Online-Kurses zum Thema Mikroökonomik, der insbesondere auf Prüfungen im Grund- studium an Universitäten und Fachhochschulen vorbereitet.
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Dieser Kurs ist wesentlich auf die Vorlesung BWL2 an der Universität Siegen ausgerichtet.
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In jeder Volkswirtschaft werden eine Vielzahl an Steuern erhoben, wie Einkommens- oder Mehrwertsteuern, um nur zwei zu nennen. Was sind mögliche Auswirkungen von Steuern auf unsere Budgetgerade?
Betrachten wird den Fall einer Einkommenssteuer. Hier wird ein bestimmter Prozentsatz des Einkommens an den Staat abgeführt. Diesen Prozentsatz nennen wir t, nach dem englischen Begriff "tax" für Steuern. Die neue Gerade lautet nun:

Das Einkommen verringert sich, was zu einer Parallelverschiebung nach links unten führt. Es ist die selbe Reaktion, wie bereits im vorherigen Abschnitt dargestellt.
Der Staat kann aber auch auf Produkte Steuern erheben, um verschiedene Ziele zu erreichen, wie die Erzielung von Einnahmen, die Senkung der Nachfrage nach dem Produkt, wie dies zum Beispiel bei Zigaretten oder "Alcopops" der Fall ist, oder aber auch die Erhöhung der Nachfrage. Im letzteren Fall wird das Produkt subventioniert.
Es gibt für den Staat nun zwei Möglichkeiten zur Ausgestaltung der Steuer. Er kann einen bestimmten Betrag auf den Preis eines Gutes aufschlagen, dies wird eine Mengensteuer genannt: p1+t. Bei Subventionierung des Gutes wird der Preis um den Betrag verringert: p1-t. Der zweite Fall ist eine Wertsteuer, bzw. -subvention. In diesem Fall wird ein bestimmter Prozentsatz auf den Preis auf-, respektive abgeschlagen: (1+µ)p1. Die Auswirkungen einer Steuer auf den Konsumeten sind natürlich dieselben wie bei jeder Preisänderung auch.
Eine weitere Möglichkeit seitens des Staates, auf den Konsum Einfluss zu nehmen, sind Rationierungen. Diese sind allerdings in liberalen Wirtschaftssystemen eher selten zu finden. Auch hier bestehen zwei Wege. Zum Einen kann der Konsum durch eine Höchstgrenze absolut beschränkt werden. Ein Konsum über diese Grenze hinweg ist nicht möglich.

. Zum Anderen kann ab einer bestimmten Menge eine Steuer auf das Gut erhoben werden, was den Preis erhöht und somit die Konsummenge verringert.
 .
Wie bereits erwähnt sind Rationierungen durch den Staat selten. Die letztgenannte Variante wird aber in der anderen Richtung regelmäßig von Unternehmen angewandt, als Form eines Mengenrabattes. Sie bietet für den Konsumenten den Anreiz, mehr zu konsumieren, um in den Genuss des Rabattes zu gelangen. Insgesamt erhöht sich der Absatz des Unternehmens.
Die Preisänderung muss sich auch in der Schreibweise der Budgetgeraden wiederspiegeln. Gehen wir dazu von dem folgenden Beispiel aus: p1=2; p2=2; m=40; Rabatt von einer Geldeinheit für Gut 1 ab dem Konsum von 15 Einheiten. Überschreitet der Konsument die nötige Menge für Gut 1 nicht, gilt weiterhin die alte Form der Budgetgeraden. Wenn er sie aber überschreitet, ändert sie sich: 40=(2*15)+1*(x1-15)+2x2. Die erste Klammer gibt den Konsum der 15 Einheiten zum alten Preis an, der nötig ist, um den Rabatt zu erhalten. In der zweiten Klammer steht die weitere Konsummenge des Verbraucher. Da aber bereits 15 Einheiten konsumiert wurden (erste Klammer), müssen diese wieder abgezogen werden. Vor der Klammer steht natürlich der neue Preis. Insgesamt sieht die Schreibweise so aus:

aenderungen/politischeei.html
Stand: 03.02.2010, pb
Dok: # 018 12.16:11 | |
Enthaltene Stichwörter:
Einkommens- oder Mehrwertsteuern, Einkommenssteuer, subventioniert, Mengensteuer genannt: p1+t. Bei Subventionierung des Gutes wird der Preis um den Betrag verringert: p1-t. Der zweite Fall ist eine Wertsteuer, -subvention, Rationierungen
Häufigste Suchbegriffe:
[keine]
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Alleine im Kapitel Was können und wollen Konsumenten kaufen?, zu dem dieses Dokument gehört, sind 22 Übungen verfügbar.

Zur Vertiefung dieses Themas empfehlen wir folgende Literatur:
[keine]

Externe Verweise:
[keine]
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