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Dieses Dokument ist Teil eines Online-Kurses zum Thema Mikroökonomik, der insbesondere auf Prüfungen im Grund- studium an Universitäten und Fachhochschulen vorbereitet.
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Dieser Kurs ist wesentlich auf die Vorlesung BWL2 an der Universität Siegen ausgerichtet.
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Jetzt wo wir die Wohlfahrt der Konsumenten und der Produzenten beschreiben können, sind wir in der Lage auch ganze Märkte zu betrachten. Schauen wir dazu auf den Markt für ein beliebiges Gut.
Der Markt befindet sich im Gleichgewicht. Die gesamte Wohlfahrt, also die Summe aus Produzenten- und Konsumentenrente ist eingezeichnet. Beide Renten sind jeweils begrenzt durch den Preis und die Nachfrage-, bzw. Angebotskurve.
Von besonderem Interesse ist die Frage, ob diese Situation auch die Summe der Renten, also die gesellschaftliche Wohlfahrt, maximiert. Gehen wir von dem Fall aus, der Staat greife in die Preisbildung ein und bestimme einen Preis der unter dem Gleichgewichtspreis liegt.
Wir werden uns im nächsten Teil noch mit staatlichen Eingriffen befassen. Das Beispiel soll hier nur zur Verdeutlichung dienen. Die beiden Renten sind wieder eingezeichnet. Die Produzentenrente ist stark gesunken, da die Unternehmen zu dem niedrigen Preis weniger anbieten. Sie verlieren zum einen durch den niedrigeren Preis und zum anderen durch die geringere Menge. Die Rente der Konsumenten ist insgesamt gestiegen. Sie gewinnen einen Teil der vorherigen Produzentenrente. Auf der anderen Seite verlieren sie wieder ein wenig, da eine geringere Menge auf dem Markt angeboten wird. Vergleichen wir diesen Fall mit dem normalen Gleichgewicht vorher, können wir aber durch die Flächen feststellen, dass die Summe aus Renten abnimmt. Beide Seiten verlieren einen Teil an Renten. Dieser ist ganz rechts in der Grafik eingezeichnet. Der staatliche Eingriff hat also zu einer Abnahme an Wohlfahrt geführt. Wenn das Ziel die Steigerung der Wohlfahrt war, indem die Preise für die Konsumenten gering gehalten werden, ist das Ziel gescheitert. Zu einem ganz ähnlichen Ergebnis, allerdings mit vertauschten Renten, kommen wir bei einem festgelegten Preis über dem Gleichgewichtspreis.
Durch dieses Beispiel können wir folgendes festhalten: Zum einen werden die Güter und Dienstleistungen von denen gekauft, die ihnen den höchsten Wert beimessen. Auf der anderen Seite werden die Güter und Dienstleistungen von den Firmen produziert, die sie zu den niedrigsten Kosten herstellen können. Und zuletzt sorgt das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage dazu, dass die Summe der Renten maximiert wird.
Das Endergebnis bei freiem Spiel der Marktkräfte ist (fast) immer optimal für die Gesellschaft. Es kann natürlich auch zu Fällen von Marktversagen kommen. Diese ignorieren wir aber.
wohlfahrt/gesawohl.html
Stand: 01.02.2010, pb
Dok: # 094 01.87:62 | |
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Zur Vertiefung dieses Themas empfehlen wir folgende Literatur:
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Externe Verweise:
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