Kuppelkalkulationen I: Marktwertmethode
Bei dieser Art zu rechnen verteilt man die Kosten nach Maßgabe der Deckungsbeiträge auf die einzelnen Produkte. Zunächst errechnet man auf unterster Ebene die Deckungsbeiträge der einzelnen Produkte:
Tab. 39: DB1, DB2 zur Verrechnung der 15.000 €
Die Kosten des Zwischenprodukts ZP1, nämlich 15.000 €, werden nun nach Maßgabe der Deckungsbeiträge der Produkte P1 und P2 verteilt. Das Produkt P1 erzielt 8.000/25.000 = 32 % des Deckungsbeitrags und trägt damit auch 32 % der Kosten. Ihm werden daher 15.000·0,32 = 4.800 € zugeschlagen. Das Produkt P2 erzielt analog 68 % der Deckungsbeiträge und trägt daher auch 68 % der Kosten, also 15.000·0,68 = 10.200 €.
Damit verteilt man also die Kosten nach Maßgabe der Deckungsbeiträge.
Man rechnet daher
Tab. 40: Verteilung 15.000 € auf P1 und P2 nach Marktwertmethode
Tab. 41: Verteilung 6.000 € auf P3 und P4 nach Marktwertmethode
Danach muss man die noch anfallenden 10.000 € verteilen, diesmal auf alle vier Produkte, denn alle vier sind für die Entstehung dieser 10.000 € verantwortlich. Deshalb kalkuliert man wieder die Deckungsbeiträge, addiert sie, berechnet die prozentualen Anteile und verteilt die 10.000 € nach Maßgabe dieser Anteile:

Abb. 18: Verteilung 10.000 € nach Maßgabe der Deckungsbeiträge
Also rechnet man:
Tab. 42: Verteilung der 10.000 € auf alle vier Produkte
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| Produkte | Erlöse | Kosten | Deckungsbeitrag |
| $\ P_1 $ | 10.000 | 2.000 | 8.000 |
| $\ P_2 $ | 20.000 | 3.000 | 17.000 |
| Summe der Deckungsbeiträge | 25.000 | ||
Tab. 39: DB1, DB2 zur Verrechnung der 15.000 €
Die Kosten des Zwischenprodukts ZP1, nämlich 15.000 €, werden nun nach Maßgabe der Deckungsbeiträge der Produkte P1 und P2 verteilt. Das Produkt P1 erzielt 8.000/25.000 = 32 % des Deckungsbeitrags und trägt damit auch 32 % der Kosten. Ihm werden daher 15.000·0,32 = 4.800 € zugeschlagen. Das Produkt P2 erzielt analog 68 % der Deckungsbeiträge und trägt daher auch 68 % der Kosten, also 15.000·0,68 = 10.200 €.
Damit verteilt man also die Kosten nach Maßgabe der Deckungsbeiträge.
Man rechnet daher
| Produkte | Erlöse | Kosten | Deckungsbeitrag | Verteilung | Kosten ($\ \% \cdot 15.000 $) |
$\ DB_{neu} $ |
| $\ P_1 $ | 10.000 | 2.000 | 8.000 | 32 % | 4.800 | 3.200 |
| $\ P_2 $ | 20.000 | 3.000 | 17.000 | 68 % | 10.200 | 6.800 |
| Summen: | 25.000 | 100 % | 15.000 | 10.000 | ||
Tab. 40: Verteilung 15.000 € auf P1 und P2 nach Marktwertmethode
LAMBERT-METHODE:
Bei der Marktwertmethode werden also Kosten, die auf mehrere Produkte zu verteilen sind, nach Maßgabe der Deckungsbeiträge aufgespalten, die auf unterer Ebene auf diese Produkte entfallen.
| Produkte | Erlöse | Kosten | Deckungsbeitrag | Verteilung | Kosten($\ \% \cdot 6.000 $) | DBneu |
| $\ P_3 $ | 4.000 | 1.000 | 3.000 | 37,5 % | 2.250 | 750 |
| $\ P_4 $ | 9.000 | 4.000 | 5.000 | 62,5 % | 3.750 | 1.250 |
| $\ \sum = 8.000 $ | $\ \sum =100 \% $ | $\ \sum = 6.000 $ | 2.000 |
Tab. 41: Verteilung 6.000 € auf P3 und P4 nach Marktwertmethode
Danach muss man die noch anfallenden 10.000 € verteilen, diesmal auf alle vier Produkte, denn alle vier sind für die Entstehung dieser 10.000 € verantwortlich. Deshalb kalkuliert man wieder die Deckungsbeiträge, addiert sie, berechnet die prozentualen Anteile und verteilt die 10.000 € nach Maßgabe dieser Anteile:

Abb. 18: Verteilung 10.000 € nach Maßgabe der Deckungsbeiträge
Also rechnet man:
| Produkte | Deckungsbeitrag | Verteilung | Kosten ($\ \% \cdot 10.000 $) |
$\ DB_{neu} $ |
| $\ P_1 $ | 3.200 | 26,67% | 2.666,67 | 533,33 |
| $\ P_2 $ | 6.800 | 56,67% | 5.666,67 | 1.133,33 |
| $\ P_3 $ | 750 | 6,25% | 625 | 125 |
| $\ P_4 $ | 1.250 | 10,4167 | 1.041,67 | 208,33 |
| $\ \sum = 12.000 $ | $\ \sum = 10.000 $ | $\ \sum = 2.000 $ |
Tab. 42: Verteilung der 10.000 € auf alle vier Produkte
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Buchführung und Abschluss,
Marketing,
Kosten- und Erlösrechnung,
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